Forschung mit Daten der Bavarian Health Cloud

Aktuell befindet sich die BHC noch im Aufbau, aber bald bieten wir die vernetzten Daten, die einen echten Mehrwert für Forschung in Akademia und Industrie bieten.

Unsere Daten

Aktuell befindet sich die Bavarian Health Cloud noch im Aufbau. In der ersten Phase unserer Cloudplattform werden wir die Daten der bayerischen Unikliniken anbinden.

Unikliniken

Wir binden im ersten Schritt die Daten der sechs bayerischen Uniklinika an. Dafür sind wir in engem Austausch mit deren Datenintegrationszentren (DIZ).

Basismodule

Wir beginnen zunächst mit den sieben Basismodulen des Kerndatensatzes der Medizininformatik-Initiative (MI-I). Diese umfassen: Person, Fall, Diagnose, Prozedur, Consent, Medikation und Laborbefund.

Mio
Patienten

Nach erfolgreicher Anbindung der sechs Unikliniken rechnen wir mit Daten zu insgesamt rund 20 Mio Patienten.

AUSBLICK

Von der Klinik zur Forschung – Sicher. Standardisiert. Skalierbar.

Die BHC übernimmt den gesamten Weg der Daten: von der Übernahme aus den Datenintegrationszentren der Unikliniken über Pseudonymisierung, Aufbereitung und Verknüpfung bis zur durchsuchbaren Bereitstellung in einer gesicherten Analyseumgebung. Forscher arbeiten direkt auf der Plattform, die Daten verlassen sie nicht. Moderne Cloud-Infrastruktur sorgt dafür, dass Speicherkapazität und Rechenleistung flexibel mit dem Bedarf wachsen.

Rechtliche Klärung & Compliance

Wir sorgen dafür, dass jeder Schritt rechtskonform ist – auf Basis von GDNG, EHDS und BayUniKlinG.

Datenzusammenführung & -aufbereitung

Pseudonymisierte Daten aus sechs Unikliniken werden standardisiert bei uns zusammengeführt, verlinkt und für die Forschung aufbereitet.

Betrieb Cloud / Data Lakehouse

Wir betreiben die sichere Datenplattform. Speicher und Rechenkapazität sind je nach Bedarf der Forscher einfach und schnell skalierbar.

Einheitliche Antragsstrecke

Unsere Datenplattform ist einfach zu durchsuchen, und Daten können mit einem einzigen Antrag zuverlässig bei uns beantragt werden.

Trusted Research Environment

Forschende arbeiten in einer sicheren, geschlossenen Analyseumgebung. Die Daten verlassen die Plattform nicht.

Vernetzung mit anderen Initiativen

Wir arbeiten eng mit anderen deutschen und europäischen Initiativen wie dem EHDS und der MI-I zusammen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und anschlussfähig zu sein.

UNSER TECHNISCHES FUNDAMENT

Bestehende Standards als Basis

Die Medizininformatik-Initiative (MI-I)

Die Medizininformatik-Initiative ist ein bundesweites Programm mit dem Auftrag, Routinedaten aus der Patientenversorgung digital zu vernetzen und für die medizinische Forschung nutzbar zu machen. Dafür hat sie einheitliche Basismodule im interoperablen FHIR-Format entwickelt. FHIR ist ein international anerkannter Standard für den Austausch medizinischer Daten.

Die Datenintegrationszentren (DIZ)

An jedem Universitätsklinikum wurde im Rahmen der MI-I ein Datenintegrationszentrum eingerichtet. Ihre Aufgabe ist es die primären Versorgungsdaten aus der Klinik, lokal zu bündeln und sie in das standardisierte Profil zu überführen. Die BHC arbeitet mit den DIZen aller bayerischen Universitätskliniken zusammen.

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DIE BASISMODULE DER MI-I

Basismodule der MI-I

Die MII-Basismodule legen fest, welche medizinischen Daten an den beteiligten Kliniken in welcher Form erfasst und bereitgestellt werden. Technische Grundlage ist der internationale Standard HL7 FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources), der sicherstellt, dass Daten aus unterschiedlichen Systemen einheitlich strukturiert und standortübergreifend ausgetauscht werden können. Die BHC nutzt diese bereits etablierten Profile für eine nahtlose Integration.

Modul Person pseudonymisiert

Es enthält grundlegende Angaben zum Patienten wie Geschlecht oder Krankenkasse. Geburtsdatum und Wohnort sind in vergröberter, pseudonymisierter Form inkludiert. Außerdem ist festgehalten, ob eine Person verstorben ist, sofern sie im Krankenhaus verstorben ist. Alle anderen Module beziehen sich auf dieses Modul.

A person wearing a lab coat organizing files in a medical laboratory drawer.
Two medical professionals discuss research findings indoors.

Modul Fall

Hier werden alle Kontakte des Patienten in einer Gesundheitseinrichtung erfasst. Das Modul dokumentiert, wann ein Kontakt stattfand, auf welcher Station oder in welcher Abteilung, welche Erkrankungen dabei im Vordergrund standen und welche Behandlungen durchgeführt wurden.

Modul Consent

Dieses Modul bildet ab, ob und in welchem Umfang eine Person der nicht-anonymen Verwendung ihrer Daten für wissenschaftliche Zwecke zugestimmt hat.

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Modul Diagnose

Erfasst alle festgestellten Erkrankungen, verschlüsselt nach international anerkannten Systemen wie beispielsweise ICD-10, damit sie einrichtungsübergreifend einheitlich ausgewertet werden können. Zusätzlich wird dokumentiert, welcher Körperbereich betroffen ist und wann die Erkrankung aufgetreten oder abgeklungen ist.

Modul Prozedur

Hier sind alle durchgeführten medizinischen Eingriffe und Behandlungen dokumentiert. Von Operationen über diagnostische Untersuchungen bis hin zu bestimmten Arzneimitteltherapien. Festgehalten werden auch der betroffene Körperbereich, der Zweck des Eingriffs sowie das Datum der Durchführung.

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Modul Medikation

Welche Medikamente wurden dem Patienten im Krankenhaus verordnet oder verabreicht. Es beinhaltet den Wirkstoff, die Darreichungsform, den Verabreichungsweg und die Dosierung.

Modul Laborbefund

Enthält die Ergebnisse von Laboruntersuchungen, also zum Beispiel Blutwerte oder andere Messwerte aus Körperproben. Für jede Untersuchung ist festgehalten, was gemessen wurde, wann die Probe entnommen und wann das Ergebnis vorlag, wie hoch der Messwert ist und ob er außerhalb des Normalbereichs liegt.

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Quelle: Medizininformatik-Initiative, Basismodule des Kerndatensatzes der MII.

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